Mit der Nase am Fenster zu kleben hilft nichts und gibt nur Frostbeulen : ) – Zeit zum Sähen!

Allerhöchste Zeit sogar! Auch wenn der Blick nach draußen gar nicht vermuten lässt dass es demnächst wirklich Frühjahr werden soll – die Gärtnerfinger jucken und auf der warmen Fensterbank is no a Platzerl frei ; )

Heute:  Verbena bonariensis – „Patagonisches Eisenkraut“

Die violetten Blüten scheinen fast zu schweben auf ihren langen Stängeln. In der Dämmerung leuchten sie wunderbar, luftig und leicht strahlen sie eine filigrane Wirkung aus. Durch die lange Blütezeit (Juni-Oktober) ist das Eisenkraut eine wirkliche Bereicherung über das ganze Jahr hinweg. Kombiniert mit Gräsern wie z. B. Lampenputzergras, Rutenhirse oder auch mit farbigen Sonnenhüten, Schleiherkraut, Mutterkraut o. ä. verleiht es dem Garten einen modernen Look.

Bei mir wächst es hauptsächlich am Gartenteich.(Bilder) Ich liebe es, wenn am Morgen der Dunst aufsteigt, die eleganten Blüten zu bewundern. Nicht nur bei mir sondern auch bei Schmetterlingen und Insekten ist die Staude sehr beliebt. Das Patagonische Eisenkraut hat sogar in England eine „königliche Auszeichnung“ als „Perfect Pollinatinor Plant“ (perfekte Pflanze für Bestäuber) erhalten. Es wird in Gruppen gepflanzt; je größer die Gruppe, desto besser die Wirkung. Abstand ca. 40 cm.  Es erreicht eine Höhe von ca. 1.20 m. Außerdem hat diese schöne Blume ein besonderes Talent: In Kombinations-Pflanzungen kann sie außen an den Rand gesetzt werden, da sie halb transparent wächst und dahinter wachsende Pflanzen ebenso gut zur Geltung kommen lässt. Die langen Blütenstängel des Patagonischen Eisenkrauts wirken zart, sind aber kräftig und vierkantig und verholzen – somit eignet es ich auch hervorragend als Schnittblume oder Trockenblume.

Es gibt heimische Arten (Verbena officinalis), die aber sehr unscheinbar sind. Sie finden jedoch in Natur- und Heilgärten Verwendung. Das Patagonische Eisenkraut ist fast auf der ganzen Welt verbreitet. Es stammt aus Argentinien.

Leider ist es in unseren Breiten sehr schwer es über den Winter zu bringen. Daher sammele ich jedes Jahr am Ende der Saison fleißig die winzigen Samen ein und sorge schon einmal vorab auf der Fensterbank für Nachwuchs. Zuerst wandern sie aber für eine Nacht in den Kühlschrank um die Keimruhe zu brechen (Stratifizieren). Die Samen sähe ich in Schalen mit Anzuchterde aus und bedecke sie nur hauchdünn mit Substrat, da sie Lichtkeimer sind. Leicht anfeuchten. Die Frischhaltefolie sorgt für gleichbleibende Luftfeuchtigkeit und begünstigt die Keimzeit. Sobald sich die ersten Pflänzchen zeigen wird sie entfernt damit sich kein Schimmel bildet. Wenn die Pflänzchen soweit sind, vereinzele ich sie. Wenn die Sämlinge handhoch sind, können sie entspitzt werden, damit sie sich besser verzweigen. Sobald keine schweren Fröste mehr zu befürchten sind dürfen sie die Nachfolge der Tulpen am sonnigen Teichrand übernehmen. Mal sehen, welche Kombinationen mir bis dahin einfallen um ein schönes neues Gartenbild zu zaubern…

 

02.03.2018: OLYMPUS DIGITAL CAMERA

19.03.2018: OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Patagonisches Eisenkraut

© Copyright meineauszeitblog.wordpress.com 2018

 

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2 Gedanken zu “Mit der Nase am Fenster zu kleben hilft nichts und gibt nur Frostbeulen : ) – Zeit zum Sähen!

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